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ZITATE

Albert Einstein (14.3.1879 - 18.4.1955)

Albert Einstein zu zitieren, ist kein einfaches Unterfangen. Wir haben auf dieser Seite eine Menge Zitate aufgeführt, von denen viele leider nicht verbürgt oder gar offensichtlich nicht von Albert Einstein sind. Es gibt bis heute keine verbürgte Zitatensammlung von Albert Einstein.

In verdankenswerter Weise hat uns Frau Barbara Wolff, Einstein Information Officer in den Albert Einstein Archives der Hebrew University of Jerusalem, Israel, auf die Fehler in den Zitaten hingewiesen und alle Zitate mit Herkunft bzw. einem Kommentar versehen. Wir haben daraufhin unsere Zitatensammlung bereinigt. Am Schluss haben wir bewusst ein paar „berühmte“ Zitate von Albert Einstein in der Sammlung belassen, aber mit dem Kommentar, dass diese wohl kaum von Albert Einstein stammen, auch wenn sie an vielen Orten ihm zugeschrieben werden.

Es ist uns ein grosses Anliegen, Barbara Wolff, für ihre Arbeit herzlich zu danken!


  • «Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle.» Aus «Wie ich [in] die Welt sehe» (1930)

  • «Ich denke niemals an die Zukunft. Sie kommt früh genug.» Aus Ladies' Home Journal, Dezember 1946

  • «...Wer sein eigenes Leben und das seiner Mitmenschen als sinnlos empfindet, der ist nicht nur unglücklich, sondern auch kaum lebensfähig.» Teil einer Notiz um 1930, zum ersten Mal 1934 in «Mein Weltbild» veröffentlicht

  • «Wer [das Geheimnisvolle] nicht kennt und sich nicht mehr wundern, nicht mehr staunen kann, der ist sozusagen tot und sein Auge erloschen.» Aus «Wie ich [in] die Welt sehe» (1930)

  • «Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.» Aphorismus für Leo Baeck 1954

  • «Ich weiß nicht, [welche Waffen in einem dritten Weltkrieg zur Anwendung kommen]. Aber ich kann Ihnen sagen, was sie im vierten benutzen werden: Steine.» [Asked what weapons would be used in a Third World War, he made this characteristic reply: «I don't know. But I can tell you what they'll use in the fourth - rocks.»] Aus einem Interview «Einstein At Seventy» von Alfred Werner in Liberal Judaism 16 (April–Mai 1949)

  • «Das Geld zieht nur den Eigennutz an und verführt stets unwiderstehlich zum Missbrauch.» Notiz von vor 1933 aus «Vom Reichtum» in «Mein Weltbild» (1934)

  • «Ja, so muss man seine Zeit zwischen der Politik und unseren Gleichungen teilen. Aber unsere Gleichungen sind mir doch viel wichtiger; denn die Politik ist für die Gegenwart da, aber solch eine Gleichung ist etwas für die Ewigkeit.» In Carl Seelig «Helle Zeit - Dunkle Zeit» (1956) erinnert sich Albert Einsteins Assistent Ernst Straus an diese Bemerkung.

  • «Seit die Mathematiker über die Relativitätstheorie hergefallen sind, verstehe ich sie selbst nicht mehr.» Vermutlich eine authentische, nicht ganz ernstzunehmende Aussage aus den Jahren um 1907/8

  • «Wenn einer mit Vergnügen in Reih und Glied zu einer Musik marschieren kann, dann verachte ich ihn schon; er hat sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde.» Aus «Wie ich [in] die Welt sehe» (1930)

  • «Zwei Dinge sind zu unserer Arbeit nötig: Unermüdliche Ausdauer und die Bereitschaft, etwas, in das man viel Zeit und Arbeit gesteckt hat, wieder wegzuwerfen.» In Carl Seelig «Helle Zeit - Dunkle Zeit» (1956) erinnert sich Alfred Einsteins Assistent Ernst Straus an diese Bemerkung.

  • Noch eine Art Anwendung des Relativitätsprinzips zum Ergötzen des Lesers: Heute werde ich in Deutschland als "deutscher Gelehrter“, in England als „Schweizer Jude“ bezeichnet; sollte ich aber einst in die Lage kommen, den Zeitungslesern als „bète noire“ präsentiert zu werden, dann wäre ich umgekehrt für die Deutschen ein „Schweizer Jude“, für die Engländer ein „deutscher Gelehrter“. In Times, 1919

  • «Das ewig Unbegreifliche an der Welt ist ihre Begreiflichkeit.» Aus «Physik und Realität» (1936)

  • «Es ist schwieriger eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom. »Statement aus einem Interview, niedergeschrieben von Michael Amrine, veröffentlicht in der NY Times am 23.6.1946. Dort hiess es: «It is easier to denature Plutonium than it is to denature the evil spirit of man.» Befragt, ob er wirklich gesagt habe, es sei leichter, das Plutonium seiner Natur zu entfremden (to denature), als den bösen Geist der Menschen, schreibt Albert Einstein jedoch: «nicht von mir geäussert» (an Carl Seelig, n.d. ca.1953)

  • «Eine neue Art von Denken ist notwendig, wenn die Menschheit weiterleben will.» Aus dem Zusammenhang gerissene, verkürzte Version eines Statements, das Albert Einstein im Frühjahr 1946 verschiedentlich als Vertreter des Emergency Committee of Atomic Scientists wiedergegeben hat.

  • «Der Fortgang der wissenschaftlichen Entwicklung ist im Endeffekt eine ständige Flucht vor dem Staunen.» Vermutlich eine verkürzte Übersetzung aus dem Englischen; Zitate ähnlichen Inhalts sind nachweisbar

  • «If a cluttered desk is a sign of a cluttered mind, of what, then, is an empty desk a sign?» nicht nachgewiesen, mit grosser Wahrscheinlichkeit aber nicht von Albert Einstein

  • «Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.» Nicht nachweisbar, mit grosser Wahrscheinlichkeit aber nicht von Albert Einstein

  • «Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.» Nicht nachgewiesen, mit grosser Wahrscheinlichkeit aber nicht von Albert Einstein

  • «Holzhacken ist deshalb so beliebt, weil man bei dieser Tätigkeit den Erfolg sofort sieht.» Unklare Herkunft